Botanik des Weihrauchs

Weihrauchbäume gehören zur Gattung der Boswellia. Diese Gattung ist benannt nach ihrem Entdecker, dem Botaniker John Boswell, der im 18. Jahrhundert lebte. Die Gattung Boswellia gehört zur Familie der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Die Gattung Burseraceae sollte nicht mit der Gattung Balsambäume (Myroxylon) verwechselt werden, welche zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehören.

 

Die Pflanzengattung der Boswellia umfasst unter anderem folgende Arten, die vor allem nach der geographischen Lage unterschieden werden, und sich auch in der Zusammensetzung vom Weihrauchharz unterscheiden:

  • Boswellia frereana (Nord-Somalia, Jemen)
  • Boswellia papyrifera (Äthiopien)
  • Boswellia serrata (Indien)
  • Boswellia sacra; Syn.: Boswellia carterii (Somalia, Oman, Jemen und Äthiopien)

Heutzutage kennt man ungefähr 600 verschiedene Weihrauchsorten. Aber nur wenige finden eine wirtschaftliche Verwendung.

Links: günstigste und minderwertige erste Ernte mit vielen Verunreinigungen

 

Mitte: typische kostengünstige Mischung aus der ersten Ernte mit Anis und Storaxharz zur Beweihräucherung

 

Rechts: fast weiße, teure spätere Ernte mit höchster Qualität

Je nach Art und Standort ist der Weihrauchbaum ein wild wachsender bis zu 7 Meter hoher Baum, der vorwiegend an den Küsten des Indischen Ozeans in Somalia, Südarabien und Indien wächst. In Somalia und Südarabien, wachsen die Weihrauchbäume vorwiegend auf porösen, kalkartigen Felsen, beispielsweise der Boswellia frereana, der als „Kaugummi” sehr beliebt ist. In Süd-Arabien, Somalia, Oman und Jemen wächst vorwiegend der Boswellia sacra (Syn. Boswellia carterii), welcher sich durch seinen hohen Gehalt an Boswelliasäuren auszeichnet und somit sehr interessant für die Naturheilkunde ist. In den subtropischen Gebieten Indiens wächst der Boswellia serrata mit Anwendung bei der indischen Ayurveda Medizin.

Ein Mann mit durchschnittlicher Körpergroße neben einem Weihrauchbaum mit ca. 7 m Höhe wenige Tage nach dem Regenfall
Ein Mann mit durchschnittlicher Körpergroße neben einem Weihrauchbaum mit ca. 7 m Höhe wenige Tage nach dem Regenfall

Weihrauch, auch Olibanum genannt, wird durch Anschneiden der Rinde der Bäume in der heißesten Jahreszeit gewonnen. Durch die Verletzung der Rinde tritt ein milchiger Saft hervor, welcher an der heißen Luft zu gelblichen bis rötlich-bräunlichen „Tränen” trocknet. Pro Baum können zwischen 3 und 10 kg Weihrauch durch mehrere ernten pro Jahr gewonnen werden. Nach 3 Jahren durchgehender Ernte braucht der Weihrauchbaum eine mehrjährige Pause.

Die Hauptinhaltsstoffe des Weihrauchs sind ätherische Öle, Gummi, Schleimstoffe, Harzsäuren und vor allem der wichtigste Bestandteil, die Boswelliasäuren.

Ein angeritzter Weihrauchbaum mit bereits getrocknetem Weihrauchharz, welcher an der Luft getrocknet ist
Ein angeritzter Weihrauchbaum mit bereits getrocknetem Weihrauchharz, welcher an der Luft getrocknet ist

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